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25.05.21

Dietenbach: Mehr Wohneigentum als vorgesehen

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Rund 2000 Bürger haben sich schon als potenzielle Dietenbach-Bewohner registriert. Ihre Wohn-Wünsche sind ein Best-Of deutscher Häuslebauer-Kultur – und widersprechen den Plänen.

Wer in Freiburgs neuem Stadtteil Dietenbach kaufen, mieten, investieren oder bauen will, kann sich seit April auf der Website der Sparkassen-Tochter Entwicklungsmaßnahme Dietenbach GmbH (EMD) anmelden. Da will der Projektentwickler auch wissen, welche Art Wohnraum die Registrierten in Dietenbach gerne hätten und in was für einer Wohnsituation sie derzeit leben. Das lässt zahlreiche Auswertungen zu.

Geografisch kommen die bislang 2000 eingetragenen und interessierten Wohnungskäufer demnach zu zwei Dritteln aus Freiburg, der Rest weitgehend aus den angrenzenden Landkreisen. Aus anderen Bundesländern sind es noch 71 Registrierungen, aus dem Ausland 14. "In Freiburg gibt es ein Baugebiet und die Freiburger wollen es haben", kommentiert Ingmar Roth. Das zeige nach Lesart des EMD-Geschäftsführers, dass erstens: der Bedarf da sei und zweitens: der neue Wohnraum sich nicht durch Zuzügler aus ganz anderen Regionen fülle.

Zögen alle Angemeldeten um, würden in Freiburg 1000 Mietwohnungen frei

Hinter den 2000 Angemeldeten stehen laut Auswertung Haushalte mit insgesamt rund 5800 Menschen. Würden sie tatsächlich alle nach Dietenbach ziehen, machten sie in Freiburg und dem Umland 200.000 Quadratmeter Wohnfläche frei, darunter 1000 Mietwohnungen in Freiburg. Sofern alle Angaben korrekt gemacht wurden. Man habe, erklärt Ingmar Roth, die Daten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln nach falschen Profilen durchsucht und bereinigt.

Knapp drei Viertel der Registrierten wollen in Dietenbach ein Eigenheim erwerben, davon 200 innerhalb einer Baugruppe. Die allermeisten der potenziellen Käufer – rund 1300 – wohnen laut ihrer Einträge derzeit noch zur Miete. Rund 60 Prozent sind am Haustyp "Townhouse" interessiert, der sich mit zwei bis vier Wohnparteien noch am ehesten dem klassischen Eigenheim annähert.

Geplanter Gebäudemix entspricht nicht dem Interesse

Ein interessanter Trend", sagt Roth, "aber den Bedarf könnten wir gar nicht decken." Denn der Gebäudemix ist in der vom Gemeinderat abgesegneten Rahmenplanung längst festgelegt. Die Schere geht noch an anderen Stellen auseinander. So sieht das Konzept vor, die Stellplätze in den Quartiersgaragen zu vermieten, die potenziellen Bewohner wollen aber in der Mehrzahl Stellflächen kaufen.

Und: Mögliche Mieter sind in der EMD-Abfrage bisher deutlich in der Minderheit, besonders solche aus geförderten Wohnungen – die ja 50 Prozent der realisierten Wohnungen ausmachen sollen.

Ein interessanter Trend", sagt Roth, "aber den Bedarf könnten wir gar nicht decken." Denn der Gebäudemix ist in der vom Gemeinderat abgesegneten Rahmenplanung längst festgelegt. Die Schere geht noch an anderen Stellen auseinander. So sieht das Konzept vor, die Stellplätze in den Quartiersgaragen zu vermieten, die potenziellen Bewohner wollen aber in der Mehrzahl Stellflächen kaufen.

Und: Mögliche Mieter sind in der EMD-Abfrage bisher deutlich in der Minderheit, besonders solche aus geförderten Wohnungen – die ja 50 Prozent der realisierten Wohnungen ausmachen sollen.

25.05.21

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