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29.06.21

Wohngemeinschaften in Freiburg nicht nur bei Jung beliebt

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Die Freiburger Stadtverwaltung erwartet einen starken Anstieg der Nachfrage nach gemeinschaftlichen Wohnformen. Das ist eine Erkenntnis aus der Freiburg-Umfrage 2020.

Nicht nur Studierende, sondern auch ältere Semester: Jede und jeder Siebte in Freiburg lebt in einer Wohngemeinschaft. In einem hochpreisigen Wohnungsmarkt wie in Freiburg ist es nicht einfach, eine bezahlbare Wohnung zu finden oder Wohneigentum zu finanzieren. Darum – aber auch weil sie gegenseitige Unterstützung und verlässliche Nachbarschaftskontakte wünschen – entscheiden sich immer mehr Menschen in Freiburg für gemeinschaftliche Bau- und Wohnformen.

Wie groß ist das Potenzial für Dietenbach?


Dies sind zentrale Erkenntnisse der Freiburg-Umfrage 2020, deren Schwerpunkt "Wohnformen" vom städtischen Amt für Bürgerservice und Informationsmanagement (ABI) ausgewertet wurde. Jetzt legt das ABI eine Veröffentlichung mit diesen und weiteren Erkenntnissen vor. Insbesondere bei der Entwicklung des Stadtteils Dietenbach stellt sich das Amt die Frage, wie hoch das Potenzial für solche Alternativen ist, um dafür die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen.

Heute leben rund 14 Prozent der Freiburgerinnen und Freiburger in einer gemeinschaftlichen Wohnform. Vor allem sind dies Studierende in einer "klassischen" WG. Fast die Hälfte der 2606 Befragten, die einen repräsentativen Querschnitt der Freiburger Bevölkerung bilden, kann sich aber vorstellen, in einer späteren Lebensphase in einer gemeinschaftlichen Wohnform zu leben.

Bald gehen die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand

Allen voran äußern diesen Wunsch gut gebildete Frauen in der Altersgruppe 45 bis 60 Jahre, die über ein überdurchschnittliches Einkommen verfügen und schon länger in der Stadt leben. In dieser Zielgruppe steht der Wunsch nach Mehrgenerationenwohnen oder einer "Haus-WG" mit eigenständigen Wohnungen und einem Gemeinschaftsraum eindeutig im Vordergrund.

Die Freiburg-Umfrage legt die Vermutung nahe, dass die Nachfrage nach solchen gemeinschaftlichen Wohnformen in den kommenden Jahren deutlich ansteigt, wenn die geburtenstarken Jahrgänge 1955 bis 1969 in den Ruhestand gehen.

Bau- und Eigentümergemeinschaften und Genossenschaften, die mit gemeinsamer Verantwortung für Planung, Finanzierung, Verwaltung und spätere Instandhaltung der gemeinschaftlich genutzten Immobilie einhergehen, sind vor allem bei Familien mit hohem Bildungsgrad und überdurchschnittlichem Einkommen beliebt.

Befragte, die sich gemeinschaftliche Wohnformen für ihre derzeitige oder eine spätere Lebensphase vorstellen können, favorisieren Modelle, in denen es sowohl gemeinschaftlich genutzte Räume als auch eigene, abgeschlossene Wohnungen beziehungsweise Wohnbereiche gibt.

Die ausführliche Veröffentlichung des Amts für Bürgerservice und Informationsmanagement (38 Seiten plus Tabellenanhang) kann kostenlos heruntergeladen werden unter http://mehr.bz/statistikfr.

29.06.21

Ratgeber

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